Kolchis-Titel auf der Hotlist-Shortlist

Die Bücher des Jahres aus unabhängigen Verlagen sind ausgewählt und Jesus’ Katze aus dem Kolchis Verlag ist dabei: Die „Geschichten von den Straßen Jerewans“ des armenischen Autors Grig stehen auf der Hotlist 2021. In Armenien ist der Autor der leicht skurrilen Erzählungen aus dem Alltagsleben bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Ob es auch für den Hotlist-Preis reicht, erfahren wir im Oktober.

Zwei sova-Verlage auf der Hotlist

Jedes Jahr sucht die Hotlist nach beispielhaften unabhängigen verlegerischen Leistungen. Dazu werden 10 Publikationen aus unabhängigen Verlagen ausgewählt und schließlich wird ein Titel ausgezeichnet. Auf der soeben bekanntgegebenen Longlist, die 30 Titel umfasst, finden sich auch zwei Bücher aus sova-Verlagen: Jesus’ Katze von Grig ist im Kolchis Verlag erschienen und Saids letztes Buch flüstern gegen die wölfe wurde bei konkursbuch veröffentlicht. Im nächsten Schritt werden nun die Kandidaten für die Shortlist ausgewählt; wer möchte, kann an der Wahl teilnehmen.

Europäischer Krimi-Preis für Jurica Pavičić

Für seinen im Verlag Schruf & Stipetic erschienenen Kriminalroman Blut und Wasser ist Jurica Pavičić mit dem Europäischen Krimipreis der französischen Wochenzeitschrift Le Point ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung geht jedes Jahr an den besten Krimi eines europäischen Autors (oder einer Autorin), der in französischer Sprache vorliegt. „C’est ça, l’art du roman noir“, heißt es dazu in dem Text aus Le Point, der den preisgekrönten Roman porträtiert.

Deutscher Verlagspreis für zwei sova-Verlage

Anfang der Woche wurden 66 Verlage mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet. Wie letztes Jahr auch schon erhielt ein bedeutender Teil der prämierten Verlage (etwa 25%) den Preis zum zweiten Mal. Trotz dieser fragwürdigen Vergabepraxis waren immerhin zwei sova-Verlage unter den glücklichen Gewinnern der Subvention: w_orten&meer, der Verlag für verbindendes diskriminierungskritisches Handeln, und die Edition Orient, die ihre Schwerpunkte auf Übersetzungen aus arabischen Literaturen und auf Kinderbüchern hat.

Unrast-Autorin für Grimme Online Award nominiert

Ihre Instagramm-Präsenz hat Unrast-Autorin Tupoka Ogette eine Nominierung für Grimme Online Award 2021 in der Kategorie „Wissen und Bildung“ eingebracht. Auf ihrem Account berichtet sie von eigenen Rassismus-Erfahrungen. Sie bestärke Betroffene und informiere Nicht-Betroffene, begründete das Grimme Institut seine Wahl. Bis zum 17. Juni entscheidet die Jury über die Preise. Zudem gibt es einen Publikumspreis, der durch eine Online-Abstimmung vergeben wird.
Tupoka Ogettes Buch exit Racism liegt in 9. Auflage vor und befand sich mehrere Wochen auf der Bestsellerliste.

Berliner Verlagspreis für Edition Orient

Die Edition Orient hat den „kleinen“ Berliner Verlagspreis gewonnen. Gemeinsam mit dem Querverlag belegte der seit 1980 existierende Verlag den zweiten Platz bei dem 2018 geschaffenen Preis. „Ein sympathischeres, notwendigeres Programm wie das der Edition Orient kann man sich in diesen Zeiten gar nicht vorstellen“, heißt es in der Laudatio von Heinrich von Berenberg. Besonders die „gegenseitige Durchdringung der sogenannten Fremdsprachen“ und das Engagement für die arabischen Literaturen lobte der Laudator.

Edition Orient für Berliner Verlagspreis nominiert

Sechs Verlage sind aufgrund ihres „herausragenden Programms und verlegerischen Engagements“ für den Berliner Verlagspreis 2020 nominiert worden, darunter auch die Edition Orient. Der seit 1980 existierende Verlag veröffentlicht belletristische Werke und Kinderbücher „orientalischer“ Autor*innen (wobei der Begriff ein riesiges Gebiet von Marokko bis Zentralasien umfasst). Am 8. November wird dann bekanntgegeben, welche Verlage die drei ersten Plätze belegen.

Verlagspreis für drei sova-Verlage

„Verlegerisches Profil bedeutet auch, nicht nur den Mainstream zu bedienen, sondern auch Bücher für Allgegenwart, Gemeinnutz und Ewigkeit zu erschaffen.“ So steht es in der Ausschreibung der „Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien“ für den Deutschen Verlagspreis 2020. Insofern ist es erfreulich, dass wieder drei sova-Verlage unter den Preisträgern sind: der Büchner Verlag, die Edition Tiamat und, bereits zum zweiten Mal, der Ventil Verlag. Darüber freuen auch wir uns. Denn immerhin zeigt sich darin, dass die sova eine Plattform für wichtige Bücher darstellt. Oder?

Alibri Kinderbuch auf Huckepack-Shortlist

Bilderbücher, die Kinder emotional stärken, werden vom Huckepack-Preis ausgezeichnet, der jedes Jahr vom Bremer Institut für Bilderbuchforschung und der Phantastischen Bibliothek Wetzlar verliehen wird. Dieses Jahr hat es mit Ente steckt fest von Zoubida Mouhssin und Pascale Moutte-Baur ein Titel aus dem Alibri Verlag auf die Shortlist geschafft. Wer den Preis letztlich gewinnt, wird im Mai bekannt gegeben.

Konkursbuch-Titel auf der Krimibestenliste

Jeden Monat stellen die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und Deutschlandfunk Kultur eine Liste der besten Krimis zusammen. In der Dezemberausgabe hat es Die Putzhilfe von Regina Nössler, erschienen im Konkursbuch Verlag, auf Platz 5 geschafft. In der Woche zuvor hatte bereits der schweizerische Tagesanzeiger den Thriller zum Krimi der Woche gekürt. Der Rezensent verlieh dem Buch das Prädikat „ganz große Erzählkunst“, der Roman sei „immer spannend und irgendwie bedrohlich“.